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Pferdehusten und Atemwegsprobleme: Warum Fütterung und Darmgesundheit entscheidend sind

Pferdhusten stellt Pferdebesitzer und Halter vor Herausforderungen

Pferdehusten und Atemwegsprobleme zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Pferden und stellen eine große Herausforderung für Pferdehalter dar. Studien zeigen, dass bis zu 60 % der Pferde in Stallhaltung Symptome von Atemwegserkrankungen aufweisen können, während etwa 11–17 % der gesamten Pferdepopulation an chronischen Atemwegsproblemen wie COPD leiden. Besonders in schlecht belüfteten Ställen oder bei der Fütterung von staubigem Heu steigt das Risiko erheblich.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig ein ganzheitliches Management aus  Fütterung, Haltung und Pflege ist, um die Atemwege deines Pferdes zu entlasten und langfristig gesund zu erhalten.

 Neben der Diagnose und Therapie durch den Tierarzt spielen Haltung, Fütterung aber auch die Darmgesundheit eine entscheidende Rolle. In diesem Artikel erfährst du, wie diese Faktoren zusammenwirken und welche Maßnahmen helfen können, die Atemwege deines Pferdes gezielt zu unterstützen.

Bedeutung der Haltung und Fütterung bei Atemwegsproblemen

Die Basis für ein gesundes Pferd liegt in einer staubfreien Umgebung, regelmäßiger Bewegung und der Fütterung von Heu in höchster Qualität. Es sollte idealerweise bedampft oder befeuchtet werden, um Staubbelastungen zu minimieren. Auch Kraftfutter kann leicht angefeuchtet werden, um Staubpartikel zu binden. Zusätzlich ist die Fütterung ohne längere Fresspausen entscheidend, um den Verdauungstrakt und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. 

Umweltfaktoren – wie sie Atemwegsprobleme beeinflussen können

Die Lage des Stalls und der Weiden hat einen erheblichen Einfluss auf die Atemwege von Pferden. Umweltfaktoren wie Pollen, Luftqualität und landwirtschaftliche Belastungen spielen hierbei eine große Rolle.

Tipps zur Minimierung von Belastungen:

  • Standortwahl: Der Stall sollte möglichst in einer Umgebung mit geringer Feinstaubbelastung und fern von stark befahrenen Straßen liegen.
  • Weidenutzung: Regelmäßige Pflege der Weiden minimiert Staub und Pollenbelastungen.
  • Belüftung: Offene Ställe oder Paddock-Trails mit guter Luftzirkulation verbessern die Atemluft und reduzieren Schadstoffe.

Allergien und Darmgesundheit – ein komplexes Zusammenspiel

Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf normalerweise harmlose Stoffe wie Pollen, Staub oder Futterbestandteile. Doch warum spielt der Darm dabei eine so zentrale Rolle?

Der Darm ist nicht nur für die Nährstoffaufnahme verantwortlich, sondern auch der Sitz eines Großteils des Immunsystems. Über 70 % der Immunzellen befinden sich im Darm, wo sie ständig mit der Mikroflora interagieren. Eine ausgewogene Darmflora unterstützt diese Immunzellen dabei, zwischen harmlosen Stoffen und echten Gefahren zu unterscheiden. Ist die Darmflora jedoch gestört (Dysbiose), kann dies die Balance des Immunsystems beeinträchtigen.

Bei Pferden mit Allergien kann eine gesunde Darmflora helfen, Überreaktionen des Immunsystems abzumildern, da sie die Schleimhautimmunität stärkt und entzündungsfördernde Prozesse reguliert. Ein wissenschaftlicher Ansatz ist die gezielte Unterstützung des Darms durch eine hochwertige, angepasste Fütterung, um das Immunsystem in seiner natürlichen Funktion zu fördern.

Forschung zu Darm-Lungen-Zusammenhängen

Forschungsergebnisse aus der Humanmedizin verdeutlichen die Wechselwirkungen zwischen Darm und Lunge:

  • Eine gestörte Darmflora (Dysbiose) steht in Zusammenhang mit Lungenerkrankungen und Infektionen.
  • Lungenprobleme können die Darmflora beeinflussen, wie Untersuchungen zu Influenza-Viren zeigen (Looft & Allen, 2012).
  • Immunzellen des Darms wirken auch in der Lunge, wodurch der gesamte Organismus miteinander vernetzt ist (Hauptmann & Schaible, 2016).

Weitere Informationen findest du in der Studie: PMC6156521.

 Wichtige Fütterungsaspekte bei Pferdehusten

Eine gezielte Fütterung kann dazu beitragen, das Immunsystem und die Atemwege zu unterstützen:

  1. Raufutter: Heu in bester Qualität, bedampft oder befeuchtet - wie wichtig die Heuqualität ist und was du tun kannst, um optimal zu füttern erfährst du hier: Fütterung, Haltung & Pflege
  2. Mineralfutter: Hochwertige Produkte mit Zink, B-Vitaminen und Aminosäuren fördern den Stoffwechsel und die Schleimhautregeneration.

  1. Omega-3-Fettsäuren: Spielen eine wichtige Rolle in der Regulation von Entzüdnungsprozessen ( 019 von Sarah E. Elzinger et.al.)
  1. Nährstoffoptimierung: Ist der Organismus mit Allergien, chronischen Entzündungsprozessen oder Infektionen belastet, hat er einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. 

Pflanzliche Ergänzungen bei Pferdehusten

Traditionelle Pflanzen wie Atemwegskräuter werden häufig in verschiedenen Anwendungsbereichen geschätzt. Durch Fermentation können ihre Inhaltsstoffe leichter verfügbar gemacht werden, was sie zu einer wertvollen Ergänzung in der Fütterung macht.

Fermentation:

  • Durch Fermentation können die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen leichter verfügbar gemacht werden. Nährstoffe und bioaktive Substanzen sind so besser verfügbar, da sie „vorverdaut“ sind.
  • Beim Fermentieren entstehen  Nebenprodukte wie zB Vitamine und Enzyme 
  • Fermentierte Pflanzen bieten sich besonders für Pferde an, da sie schonend verarbeitet werden und die Inhaltsstoffe in einer leicht verdaulichen Form vorliegen.

Tee:

  • Atemwegskräuter als Tee können eine traditionelle Methode sein, um Pferden wohltuende Pflanzenstoffe bereitzustellen.
  • Beim Aufbrühen lösen sich wasserlösliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide.
  • Es werden aber nur wasserlösliche Stoffe werden freigesetzt, fettlösliche oder schwer lösliche Stoffe bleiben ungenutzt.
  • Keine Veränderung der Struktur oder zusätzliche bioaktive Stoffe durch den Prozess.
Optimal ist hier die verschiedenen zubereitungen zu kombinieren, es können die Teekräuter und fermentierten Kräuter auch gleich mit verfüttert werden.

Fazit – Ganzheitliche Unterstützung für gesunde Atemwege

Eine Kombination aus optimalem Haltungsmanagement, hochwertiger Fütterung und Berücksichtigung von Umweltfaktoren schafft die besten Voraussetzungen für gesunde Atemwege. Jede Maßnahme, die die Belastung durch Staub und Schadstoffe reduziert, trägt dazu bei, die Atemwege zu entlasten und die Lebensqualität deines Pferdes zu steigern.




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